Was tun bei einem Stromausfall?

Mit den Fragen rund um das Thema Notstrom haben wir uns heute an unserer Clubstation DK0FL einmal genauer beschäftigt.

DL8LAR

Bei einem spontanen Treffen unserer Mitglieder an der Clubstation DK0FL kam die Frage auf, wie man sich im Falle eines Stromausfalls in der Clubstation verhalten sollte. Denn ohne Strom funktioniert auch das beste Funkgerät nicht.

Unser Konzept

Tatsächlich haben wir uns im Rahmen unserer Notfunktätigkeiten bereits vor einigen Jahren Gedanken gemacht, wie wir in einer solchen Situation, schnell wieder in Betrieb gehen können. Sicherlich kann man sich einen Stromgenerator in die Ecke stellen und diesen dann im Bedarfsfall hervorholen. Aber sind wir mal ehrlich. Meistens fehlt es dann im Ernstfall an Verlängerungsleitungen, Verteilersteckdosen, Kabeltrommeln etc.. Um dies zu vermeiden, wurde eine Netzumschaltung entworfen. Dadurch ist es nun möglich, die Clubstation über einen Generator an einem zentralen Punkt von außen einzuspeisen.

Die Steuerung sorgt dann automatisch dafür, dass die gesamten Verbraucher vom Netz des Energieversorgers getrennt werden. Anschließend wird auf Notstrom umgeschaltet. Hierbei lässt sich die Spannung, sowie die Netzfrequenz der Einspeisung vom Arbeitsplatz aus überwachen. Die Anzeigeelemente stammen aus der ehemaligen Netzersatzanlage des alten Flensburger Senders, der vielen noch als „Bleistift“ bekannt ist.

Netzumschaltung
Netzumschaltung am Arbeitsplatz

Sollte das Netz wiederkehren, wird dies ebenfalls am Arbeitsplatz signalisiert und der Operator kann auf das Netz zurückschalten lassen.

Wir sparen uns also das Verlegen von Kabeln und Steckdosen und verlieren dadurch keine kostbare Zeit. Zudem entstehen keine Stolperfallen und es können alle Türen geschlossen werden. Im Winter ist das sicher ein großer Vorteil.

Der Test

Nach der Installation haben wir die Steuerung ausgiebig getestet. Allerdings ist der Test schon einige Zeit her. Deshalb haben wir uns heute kurzerhand entschlossen, den „Ernstfall“ zu simulieren. Nach dem Freischalten der Hauptverteilung wurde der Generator an seiner dafür vorgesehen Stelle angeschlossen und gestartet. Nach weniger als fünf Minuten war die Clubstation wieder vollumfänglich betriebsbereit. Die in der Station verbaute Notbeleuchtung hat in der Zeit des Umschaltens eine Orientierung problemlos ermöglicht.

Rudolf DL8LAR konnte direkt nach der Umschaltung weitere Stationen auf den Bändern arbeiten
Rudolf DL8LAR konnte direkt nach der Umschaltung weitere Stationen auf den Bändern arbeiten

Wir konnten den Test nach einer halben Stunde erfolgreich beenden. Alles funktionierte so, wie wir es uns gewünscht hatten. Zudem gab es keine offenen Fragen bei der Handhabung.

Fazit

Unsere Clubstation könnte bei einem längeren Stromausfall weiterhin uneingeschränkt betrieben werden. Unsere vorgehaltenen Kraftstoffreserven reichen für ca. 2 Tage. Auch mit der Heizung gäbe es kein Problem, da hier ausschließlich mit einem Holzofen geheizt wird. Für genügend Brennholz hat Sven gesorgt. Somit ist die Heizung für mehrere Tage sichergestellt.

Internationales Leuchtturm- und Feuerschiff-Wochenende

An diesem Wochenende findet wieder das internationale Leuchtturm und Feuerschiff Wochenende statt.

Funkamateure auf der ganzen Welt bereiten sich jährlich auf dieses Wochenende vor. Ziel ist es, einen Leuchtturm oder ein Feuerschiff auf den Amateurfunkbändern zu aktivieren.

Einige Mitglieder aus unserem Ortsverband befinden sich auf der dänischen Insel Als. Diese Aktivierung hat schon viele Jahre Tradition.

Vielleicht hast Du ja auch das Glück und kannst einige Lighthouse Stationen auf der Kurzwelle arbeiten.

Wir treffen uns zudem heute Abend gegen 20 Uhr auf dem 2m Repeater DM0FL – 145.775 MHz zu einer gemütlichen Runde.

Schädliche E-Mail im Umlauf

Kurzmitteilung

Zurzeit ist eine E-Mail mit schädlichem Anhang im Umlauf, welche vermehrt an die DARC-E-Mail-Adressen (rufzeichen@darc.de) versendet werden.

In den E-Mails wird angekündigt, dass die E-Mail-Adresse call@darc.de blockiert wird, wenn der Anhang nicht heruntergeladen und die E-Mail manuell aktualisiert wird. Diese E-Mail stammt nicht vom DARC.  Löschen Sie die E-Mail und öffnen Sie keinesfalls den Anhang.

Quelle: www.darc.de

Nachtrag zum ISS Kontakt

Vor einigen Tagen erreichte mich eine Mail aus Tschechien. OM Michael OK7SE bestätigte mir darin den Kontakt über die internationale Raumstation ISS. Michael hat die von mir gesendete Bake empfangen können.

Thank you for the confirmation, Michael!

Somit ist es bei diesem kurzen Test nicht nur gelungen, die ISS zu erreichen, sondern wir haben auch eine über 700km entfernte Station mit dem Handfunkgerät arbeiten können.

Du hast den Artikel noch nicht gelesen? Dann nutze einfach diesen Link und lerne eines von vielen interessanten Themengebieten des Amateurfunks kennen.

Perseiden – Beginn der Meteorscatter Saison

Aktuell beginnt der Zyklus des Perseiden-Meteorstrom 2021.

Für die Freunde der Betriebsart Meteorscatter beginnt somit wieder eine spannende Zeit. Es werden sicher wieder viele Verbindungen über die Reflektionen zustande kommen.

CQ auf dem 6m Band

Die Zeit der Perseiden beginnt am 17.07.2021 und endet am 24.8.2021. Der Höhepunkt wird voraussichtlich am 12.08.2021 erreicht.

Für uns Grund genug, die Bänder zu beobachten. Wir konnten im 6m Band schon vereinzelt kurze Pings registrieren. Allerdings sind diese noch sehr schwach und relativ selten. Für ein komplettes QSO wird es wohl noch nicht reichen. Dies wird sich in den kommenden Tagen sicher ändern.

Also nutze die Chance und bereite Dich auf das bevorstehende Naturspektakel vor. Wie du das am besten machst? Der Betrieb von Meteorscatter mit mit wenig Aufwand möglich. Lies hier einen Erfahrungsbericht dazu.

Hochwasserkatastrophe: Funkamateure helfen Funkamateuren

Auf der Webseite des DARC wurde ein Forum zur Unterstützung der von der Hochwasserkatastrophe betroffenen Funkamateure eingerichtet.

Die Plattform ist frei zugänglich und soll unbürokratisch Hilfe-Suchende und Helfer verbinden.

Erste Hilfsangebote sind bereits eingetroffen.

Du möchtest auch helfen, oder dich erkundigen, was benötigt wird? Dann gelangst Du hier in das Forum.

Quelle: www.darc.de

Das war der M03 Fieldday 2021

Drei erfolgreiche Tage voller Freude liegen hinter uns. Als Teilnehmer an der IARU World Championship konnten wir viele Verbindungen loggen.

Unser Aufbau wurde zwar anfangs noch vom schlechten Wetter begleitet, aber dann stellte sich ein positives Wochenende ein. Viele helfende Hände sorgten für einen schnellen Aufbau.

Contest Station

Im Anschluss an den Aufbau verteilte unser 1. Vorsitzende Rudolf, DL8LAR die Urkunden an die freiwilligen Helfer. Die Urkunden wurden als Anerkennung für den Einsatz für und während des Fieldday verliehen. Entworfen wurden die Urkunden von OM Kuddel, DD3LM. An dieser Stelle einen herzlichen Dank an das gesamt Fieldday Team, sowie natürlich an Kuddel.

Stellvertretend für alle freiwilligen Helfer

In den vergangenen Jahren wurden immer fertige Antennen in Betrieb genommen. In diesem Jahr haben wir allerdings eine Delta Loop Antenne für 80m mit einem 1:2 Balun gebaut. Die Vorbereitung der Antenne im heimischen Garten gestalteten sich wegen der Größe etwas problematisch. Vor Ort konnte die Antenne dann aber problemlos aufgebaut werden. Wir entschieden uns dazu, die Antenne vertikal an einem Halteseil aufzuhängen. Um die Strahlungsrichtung ändern zu können, haben die die Aufhängung drehbar gemacht. Hierzu kam ein Wirbel aus dem Klettersport zum Einsatz. Die Antenne ließ sich dadurch leicht durch eine Person drehen. Trotz der 84m Umfang!

Delta Loop
84m Delta Loop vertikal

Amateurfunk auf höchstem Niveau

Während der Aufbauarbeiten bekamen wir Besuch von Funkfreund Jochem, DK2FT aus dem Ortsverband Schleswig M13. Jochem brachte seinen Spectrum Analyzer mit. Damit hat er kurzerhand die Antenne vermessen. Hierbei zeigte sich, dass sich die Vorbereitungen gelohnt haben. Die Antenne war dort in Resonanz, wo wir sie haben wollten. Perfekte Voraussetzungen für den IARU World Championship Contest.

Siglent Spectrum Analyzer
Siglent Spectrum Analyzer

Anschließend haben wir den Grill in Betrieb genommen und es gab erste Funkverbindungen mit der ganzen Welt. Die Signale waren sehr stark und wir wurden trotz der „nur“ 100W gut gehört. Sogar Stationen aus den USA konnten wir problemlos in SSB arbeiten. An diesem Abend ergaben sich nette Gespräche vor Ort und auf den Bändern. Viele Mitglieder hatte man wegen der Pandemie lange nicht gesehen. Daher war der Fieldday für uns alle eine willkommene Abwechslung.

Wasserfall auf dem 40m Band
IARU World Championship
Viele starke Signale auf den Bändern

Aber nicht nur auf der Kurzwelle, sondern auch auf den höheren Frequenzen wurden Verbindungen hergestellt. OM Ben, DL6BEN hat seine QO-100 Satelliten Station auf dem Gelände aufgebaut. Hierüber wurden über 30 QSOs geführt. Besonders erwähnenswert ist der Kontakt mit der Neumayer-Station III in der Antarktis. Diese ist unter dem Rufzeichen DP0GVN aktiv. Als Technikverein freuen wir uns natürlich besonders über solche Highlights. Es ist wichtig, dass wir auf dem neuesten Stand der Technik bleiben. Die Station von Ben zeigt, dass Amateurfunk noch immer ein spannendes Hobby für jung und alt ist.

QO-100 Sat Station
QO-100 Satelliten Station

Die Abendstunden bescherten uns schöne Sonnenuntergänge, gepaart mit Amateurfunkromantik und gemütlichem Beisammensein.

Sonnenuntergang
Sonnenuntergang

Der Contest

Am Samstag starteten wir pünktlich um 12 Uhr UTC in den IARU World Championship Contest. Schnell füllte sich unser Log mit den ersten Verbindungen. Unser Operator Team bestand aus fünf Personen. Dadurch arbeiteten wir einen Teil in CW und einen Teil in SSB. So kam jeder auf seine Kosten. Wir hatten wirklich viel Spaß dabei. Gerade in den Momenten, als es wirklich Schlag auf Schlag ging. Auch unsere Verpflegung kam nicht zu kurz. Neben den selbst mitgebrachten Speisen, hat YL Rena, DE3RGK uns mit Kuchen und Leckereien versorgt. Gegen 01:30 Uhr MESZ gingen wir dann schlafen. Am Sonntag starteten wir gegen 8 Uhr MESZ. Gefunkt wurde bis zur letzten Minute. OM Timo, DK9WE hat die letzten QSOs in CW noch geführt, als wir bereits mit dem Abbau begonnen hatten. Zum Contestende um 14 Uhr MESZ saß Timo nur noch vor dem Tisch und der Kurzwellenstation inkl. Log PC. Der Rest war bereits abgebaut. Insgesamt konnten wir 382 Verbindungen für uns verbuchen. Eine große Leistung des Teams!

Nach dem Abbau wurde das Material wieder in der Clubstation verbaut. Ein eindrucksvolles Wochenende ging somit vorüber. Besonders gefreut haben wir uns über die vielen Besucher und die dadurch entstandenen Gespräche.

Vielen Dank an all diejenigen, die diesen Fieldday wieder zu einem Besonderen gemacht haben! Ohne Euch, hätte das Event nicht stattfinden können.

Nun haben fiebern wir dem Fieldday 2022 entgegen. In der Zwischenzeit machen wir uns Gedanken, wie wir im nächsten Jahr noch bessere Voraussetzungen schaffen können.

Du hast eine Idee? Dann schreibe uns über das Kontaktformular!

vy 73 de Tycho DK8LX